Augenlidstraffung, Augenlidkorrektur

Bauchstraffung (Abdominoplastik) + Oberliderstraffung (Blepharoplastik)

Die OP ist jetzt 6 Tage her, also noch alles frisch im Gedächtnis.

Vorsicht wird sicher ein gaaaanz langer Bericht.

TEIL 1: Ankunft

Sonntag kamen mein Mann und ich in Prag an und bezogen unser Appartement, alles ganz chic und modern, auf dem gleiche Flur der Behandlungsraum.

Im Appartement liegen 3 Bücher, alle vollgeschrieben von Frauen, die in diesem Appartement post OP untergebracht waren.

Alle voll des Lobes, das beruhigt mich sehr.

TIPP: Nehme jeden Tag Traumeel Tabletten ein. 3 x zur Förderung der Wunderheilung.

Im Wartebereich lerne ich eine chice Frau kennen, 62 Jahre alt, hatte vor 6 Tagen eine Oberlidstraffung, sowie eine Brustverkleinerung und Straffung.

Sie ist super zufrieden mit ihrem neuen Busen und sieht einfach Klasse aus.

Ich bin noch beruhigter.

Außer mir warten etliche Frauen, 2 haben kleine Kinder dabei (und ihre GG)

Alle werden morgen operiert.

Nach meinem Ankunftstag : Nochmal EKG, Blubild, Blutchemie und Untersuchung vom Internisten.

Dann Vorstellung bei Frau Dr, Cerna der Chirurgien. Eine echte Lady, sehr ruhig, sehr freundlich , wirkt sehr professionell. Feine, kühle Hände.

Mein ätzender Bauch wird fotografiert und dann vollgemalt.
Ich bin ein wenig erschrocken: Soviel Haut und Gewebe soll weggeschnitten werden.

Frau Cerna erklärt mir, dass sie meine Bauchdecke ( natürlich die Muskeln) in der Mitte zusammennähen wird, da dieser Bereich durch die Schwangerschaft überdehnt wurde.

Am Oberbauch wird eine kleine Fettabsaugung durchgeführt (jaja, habe 85 kg) damit der Bauch nachher schön flach ist. :ja:

Mir wird nochmal klar, wie groß diese OP ist. Durch meinen Job weiß ich , wie so was während der OP aussieht.

Frau Dr Cerna betont, dass die geplante Oberlidstraffung nur mitgemacht wird, wenn der Anasthesist sein OK gibt.
Ab geht´s auf´s Zimmer und ich hab mächtig Angst.
Abends sage ich meinem häßlichen Bauch auf Wiedersehen und streichle ihn nochmal, denn er hat ja immerhin brav meine Kinder ausgebrütet und getragen.

Mein letzter Gedanke ist: Hässlicher kann es nicht werden, Kaiserschnittsnarben habe ich eh, dann penne ich weg.

TEIL 2: Die OP

Am nächsten Morgen werde ich in die Klinik begleitet, alles hochmodern, sehr professionell, in meinem Zimmer liegt ein Frau, die ein komplettes Facelift von Frau Cerna bekommt.
Frau Cerna hat hier also so eine Art Belegbetten, nutzt die hochmoderne Kliniksanlage nur an den OP-Tagen. Macht die Vor- und Nachbehandlung in den eignen Räumen.

Angenehm für mich, ich habe 14 Tage Folgebehandlung incl. und 24 Std. Dauerbetreuung durch meinen persönlichen Haussklaven.

Ich erinnere mich nun an gar nichts mehr : Weder an die Narkoseeinleitung, noch an die Wartezeit.

Keine Schmerzen aber mir wird schlecht.

Ich verbringe die ersten 24 Std in der Klinik im Dämmerschlaf, erinnere mich an nix. Weiß nicht mal ob ich pinkeln war.
Als Schmerzmittel gab es Paracetamol i.v. vertrage ich eh am Besten.

Mein Göttergatte kam zu Besuch, alles wie im Nebel.
Eigentlich eine prima Sache.

War nur erstaunt, wie schwach ich mich fühlte, erschlagen.
Meine 2 Kaiserschnitte habe wesentlich besser weggesteckt.

Teil 3: nach der OP

Nach 24 Std darf ich die OP-Klinik verlassen, wir gehen mit einer Schwester zu Fuß, ist wie über den Flur.

Ich soll immer ein wenig vorgebeugt gehen, darf nicht aufrecht sitzen, soll eigentlich nur liegen oder stehen.
"Zuhause" im Appartement hat mein Haussklave alles prima vorbereitet.

1 A-TIPP Besorgt Euch eine Luftmatratze.

Die hat mein Schatz mir auf´s Bett gelegt, Oberkörper mit Kissen hoch und ein paar Kissen unter die Beine.

Hilft prima gegen die fiesen Rückenschmerzen. ( Auch nach Brust OP´s)

Den zweiten Tag habe ich nur gepennt, wenig Schmerzen, aber das Aufstehen war echt schwer.

Habe jetzt megaheftig meine Tage : Muss daas sein !!
Tampons wechseln wird zur Wahnsinnsaufgabe, UFF! Man wächst mit seinen Aufgaben.

Soll mich immer nur über die Seite rollen. Mein Schatz ist für mich da, "jagt" Essen für uns, hier gibt es an jeder Ecke einen Laden, von Mc Donald bis zum Mexicaner.

Ach ja, die Oberlider wurden übrigens auch gemacht... Sch...egal, mein Bauch kostet mich soviel Kraft. Meine Kaiserschnitte waren echte Spaziergänge.

Habe Codeintabletten und Hustensaft mit, da ich vom Intubieren nach den Kaiserschnitten so fies husten musste. Nicht gut nach einer Bauchplastik.

Frau Dr. Cerna hatte aber recht, es wurden so kleine Tuben zur Beatmung eingestzt, ich muss nicht husten.

Dann am 2. Tag]: Visite:

ICH WERDE AUSGEPACKT !!!

Ich weiß, ich habe gedacht, es kann nicht schlimmer kommen, aber das hätte ich nie geglaubt !!!!!

Frau Cerna lüftet den letzten Verband und was sehe ich:
Mein Bauch sieht ganz flach aus, kein Geschwabbel , keine Hautmassen, KEINE SCHWANGERSCHAFTSSTREIFEN !!!
Kein blauer Fleck, kein Bluterguss, nur eine zarte Naht mit einem dünnen Streifen weißem Gewebe überklebt.

Ich fall um, dabei liege ich ja schon.

Frau Dr. fragt " Do you like it?" und ich sage nur blöde "yes".
Sorry Mädels, ich bekomme echt keinen Rabatt für die Story,
is alles wahr!!

Ich werde liebevoll wieder eingepackt, auch in die verdammte Miederhose, den Megabauchgurt und ätzenden fiesen Kompressionsstrümpfe.

Zurück im Appartement schwebe ich wie auf Wolken, Wunder werden manchmal wahr.

Mein Göttergatte empfängt mich, im Moment sehe ich echt Schei..e aus.

Weiße Kompressionstrümpfe, geschwollene Augen, einfach fertig.

Aber ich weiß es jetzt : Unter diesen fiesen Kompressionsklamotten wartet die most sexy Women alive auf ihn.

Ich werde einen BIKINI tragen, mich nie mehr winden, wenn seine Hände beim Sex meinen Bauch streicheln.
WOW !

Tag 3:

Supi: Durchfall vom Antibiotikum, na prima muss ich ja nur 7 Tage nehmen.

Essen mag ich nix, nur Salat und Kapseln mit Darmbakterien.
Ich gehe das 1.Mal Gassi, nachdem die Drainageschläuche gezogen wurden.

Habe viel Flüssigkeit abgesondert.

Meine Berufserfahrung sagt mir schon : Serom im Anflug.
TIPP: Nehme jeden Tag 8-10 Wobenzym zur besseren Heilung, ob´s hilft?

Angeblich schon. :

Prag ist echt eine tolle Stadt, aber ich bin total geschwächt, 40 Minuten im Schneckentempo und ich muss heim.

Tag 4:

Vor dem Behandlungsraum sitzen die frisch Busenoperierten ( gleicher Tag wie ich) ich bin neidisch, sie kichern und sehen so fit aus.

Fühle mich wie eine alte Oma.

Aber Hurra nach der Visite darf ich duschen.

Sehe mich danach das 1.Mal im Spiegel.

Bin ich das wirklich? verdrücke ein Freudentränchen, streichle meinen flachen Bauch.

Durch den2. Kaiserschnitt hatte ich einen großen Bereich Haut, der gefühllos war. Den hat Frau Dr. Cerna anscheinend entfernt.

Meine ganze Haut hat wieder Gefühl,
Der Nabel sieht auch prima aus, die Schnitte sind nach 4 Tagen kaum zu sehen.

Der Rest:

Heute ist Tag 6 nach der OP, ich finde meinen Bauch prima und will heim, aber Frau Cerna hat 140 ml klare Flüssigkeit steril ( und im Stehen) abgezogen.

Keine Angst, habe nur einen kleinen Stich gespürt.
Ich darf früher fahren, soll aber noch 2 Tage mit der Heimfahrt warten.

Dass sich ein Serom bildet, macht mir keine Sorgen, ich habe schon seit 3 Tagen beim Abtatsten etwas Flüssigkeit gespürt.
Wenn so eine große Körperfläche freigelegt wird werden auch einige Lymphgefäße beschädigt, die werden auch wieder heilen.

Kenne ich aus meinem Job, diese Ansammlungen verhindern allerdings die Wundheilung, deshalb lieber weg damit.

Obwohl- 140 ml hätte ich dringelassen.

Kann sein, ich muss die nächsten Wochen noch punktieren lassen, kann sein in 6 Tagen ist der Spuk vorbei, ich werde sehen.

Über der Narbe klebt immer noch der hauchdünne, weiße Pfalsterstreifen, er wird nicht gewechselt, aber es wird täglich druch das Gewebe Desinfektionsmittel aufgetragen.

Das Pflaster ist ganz sauber und trocken, ich sehe die dünne Narbe durchschimmern, ganz trocken und reaktionslos.

Meine Jeans passt über die 2 Lagen Kompressionswäsche und unzählige Einlagen.

Rauchen habe ich jetzt fast seit 4 Wochen eingestellt, fehlt mir nicht. Meine Wundheilung ist mir wichtiger.

Die Schwestern sind super nett und rund um die Uhr über ein Telefon erreichbar, tagsüber ist immer jemand da.

Ich halte Euch natürlich noch die nächsten Tage auf dem Laufendem, aber jetzt habe ich Heimweh, es ist langweilig, ich fühle mich fit.

Wenn ich mir vorstelle, eigentlich sollte ich 14 Tage beliben...

Ich wusste vorher um viele Risiken: Wundheilungsstörungen, Infekte, Narkoserisiko, von meinen Kindern habe ich mich schweren Herzens verabschiedet.

Aber ich sag´s nochmal: Hässlicher konnte mein Bauch nicht werden.

So wie´s aussieht habe ich Glück gehabt, und eine sehr erfahrene Chirurgin.

Frau Dr. hat heute meine Euphorie gebremst und behauptet, es wird noch viele Tage geben, an denen mich meine Narbe ärgert, sie mir nicht gefällt.

Ich bin trotzdem happy.

Eine Geschichte muss ich noch erzählen: Am ersten Abend gingen wir essen, und in einer dunklen Nische des Restaurants (Mathilda) hockte ein einsamer, blauer Wellensittich in einem kleinen, dunklen Käfig.

Da habe ich mir versprochen, wenn ich die OP überstehe rette ich ihn.

Heute haben mein Mann und ich ihn freigekauft, er sitzt vor mir im hellen Licht, in einem großen Käfig.

Zuhause gibt es einen Riesenkäfig und einen Kumpel.

Das gehört zwar nicht in den OP-Bericht, aber das nennt man KARMA.

B.B.

PS: Meine Augen sehen prima aus, keine hängenden Lider mehr, aber darüber freue ich mich später.

Die Ergebnisse der Operation können bei jedem Patient unterschiedlich sein, das hier präsentierte Ergebnis kann nicht garantiert werden.