Bruststraffung, Brustkorrektur

Operationsvorbereitung

Allgemeine Empfehlungen vor der Operation.

Lebensweise

Im Rahmen einer langfristigen Operationsvorbereitung empfehlen wir, eine gesunde Lebensweise einzuhalten, Sport zu treiben, den Körper mit Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen, vor allem aus natürlichen Quellen (Obst-und Gemüsesäfte), und die Immunität zu stärken. Eine Operation ist eine Belastung für den Körper, deshalb ist eine gute Kondition sehr wichtig.

Körpergewicht

Die Frau sollte zum Zeitpunkt der Operation ihr Wohlfühlgewicht haben und bestrebt sein, dieses langfristig zu halten. Eine deutliche Gewichtsänderung könnte nach der Operation zu einem unerwünschten Erscheinungsbild der Brüste führen, und somit das operative Gesamtergebnis negativ beeinflussen. Körpergewichtsschwankungen von 5 kg haben jedoch keinen Einfluss auf das Operationsergebnis.

Stillen vor der Operation

Wenn eine Frau stillt und sich für eine Brustoperation entschlossen hat, ist eine Operation frühestens nach sechs bis zwölf Monaten nach dem Abstillen möglich. Dieser Zeitraum ist unbedingt wichtig, damit die Brüste nach dem Stillen ihre stabile Form erlangen.

Präoperative Untersuchung

Im Rahmen der Operationsvorbereitung muss sich die Frau einer präoperativen internistischen Untersuchung unterziehen. Der Umfang dieser Untersuchung hängt vom gewünschten Eingriff, von der Anästhesieart und eventuell von konkreten Gesundheitsproblemen der Frau ab.

Es ist von Vorteil, wenn die Frau die präoperative Untersuchung bei ihrem Hausarzt durchführen lässt, der ihren Gesundheitszustand und die Familienanamnese genau kennt. Wenn sie sich für die präoperative Untersuchung in der Klinik für plastische Chirurgie entscheidet, muss sie damit rechnen, dass der Gesundheitszustand nachuntersucht und unter Umständen die Operation verschoben werden muss, sollten jegliche Unklarheiten in den Untersuchungsergebnissen auftauchen. Die präoperative Untersuchung sollte in der Regel nicht älter als vier Wochen sein.

Der Arzt wird während der Untersuchung nach Krankengeschichte, Medikamenteneinnahme fragen, führt eine körperliche Untersuchung durch, vor allem die Blutdruckmessung, hört Herzschlag und Atmung ab, überprüft die langzeitige Medikamenteneinnahme und wertet das EKG (Herzfunktion) aus.

Zum Bestandteil der Untersuchung gehört auch eine Blutuntersuchung, bei der diese Werte ermittelt werden: BB, APTT, Quick-Wert, Harnstoff, Kreatinin, Bilirubin, Leberwerte, Blutzucker, HIV, Hepatitis B (HBsAg).

Des Weiteren nimmt der Arzt eine biochemische Analyse des Urins und Analyse des Urinsediments vor.

Die präoperative Untersuchung muss eine endgültige Zusammenfassung und Empfehlung für den Internisten und Anästhesisten enthalten, die die Operationsfähigkeit der Frau in Vollnarkose aufführt. Zum Schluss muss der Arzt schriftlich bestätigten (mit Unterschrift und Stempel), dass keine Einwände gegen den vorgesehenen Eingriff in Vollnarkose bestehen.

Wenn die Frau an einer chronischen Erkrankung leidet (z. B. Asthma, Diabetes, Autoimmunerkrankung, Morbus Crohn u. Ä.), ist eine Operation möglich, es ist jedoch immer mit etwas mehr Aufwand bei der Vorbereitung verbunden. Der Operateur benötigt außerdem die Stellungnahme des behandelnden Facharztes und seine Zustimmung zur Operation. Eine chronische Krankheit könnte Anästhesie und postoperative Heilung erschweren.

Präoperative Brustuntersuchung

Vor jeder Brustoperation ist ebenfalls auch eine Brustuntersuchung notwendig (Ultraschalluntersuchung der Brust, eventuell Mammographie-Untersuchung). Diese Untersuchung sollte nicht älter als drei Monate sein. Die Untersuchungsart hängt vom Alter der Patientin und der Größe ihrer Brust ab.

Vorbereitung der postoperativen Nachsorge in häuslicher Umgebung

Wenn die Frau kleine Kinder zu Hause hat, darf sie sie mehrere Wochen nach der Operation nicht heben, und es ist daher notwendig, für eine Rundumbetreuung zu sorgen. Sie sollte ebenfalls nach ihrer Rückkehr zur Familie eine Haushaltshilfe und Urlaub für einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen nach der Operation einplanen.

Zeitnahe Operationsvorbereitung

Während der zwei Wochen vor der Operation sollte bei der Frau keine Infektionskrankheit auftreten. Häufig wird darüber diskutiert, wann der früheste Zeitpunkt für eine Operation nach einer überstandenen Viruserkrankung ist. Die Antwort ist jedoch nicht eindeutig, insbesondere im Hinblick auf die Tatsache, dass es eine ganze Reihe von Viruserkrankungen gibt, die sich in Dauer und Schwere des Verlaufs unterscheiden. Man muss sorgfältig unterscheiden, ob es sich um eine ganz banale Erkältung mit erhöhter Temperatur oder eine Viruserkrankung mit hohem Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen oder anderen Symptomen handelt. Im Falle einer solchen Viruserkrankung erfordert die Rückkehr zu guter Kondition eine längere Genesungszeit.

Es ist auch angebracht, dass die Patientin in einer guten psychischen Verfassung ist. Der Geisteszustand kann nämlich den postoperativen Verlauf wesentlich beeinflussen. Es wird auch empfohlen, die Operation so zu planen, dass die Frau nicht unter hohem Arbeitsdruck oder ungünstigen persönlichen Umständen leidet. Es ist immer zu bedenken, dass sich die Genesungszeit je nach Einzelfall verlängern kann.

Medikamente vor der Operation

Wenn die Frau Medikamente einnimmt, muss der behandelnde Arzt darüber informiert werden. Diese Medikamente bringt die Frau in die Klinik mit und nimmt sie weiterhin ein. Der Arzt sollte auch über die Einnahme von nicht verschreibungspflichtigen Präparaten Bescheid wissen.

Vier Wochen vor der Operation müssen blutverdünnende Medikamente mit Acetylsalicylsäure abgesetzt werden. Es handelt sich um Medikamente, wie zum Beispiel ASS, Aspirin, Dolormin, Thomapyrin, Neuralgin und andere.

Vor der Operation fangen manchmal die Klientinnen mit der Einnahme des Präparats Wobenzym an, dies sollten sie jedoch erst nach der Rücksprache mit ihrem plastischen Chirurgen tun, nicht immer ist eine Verabreichung dieses Präparats vor der Operation ratsam. Normalerweise wird es ihr der Arzt erst fünf Tage nach der Operation empfehlen.

In einigen Fällen kann auf Anraten des Arztes die hormonelle Verhütung abgesetzt werden, um das Risiko von thromboembolischen Erkrankungen nach der Operation zu verringern.

Am Abend vor der Operation bekommt die Patientin bei Bedarf ein Schlaf- oder Beruhigungsmedikament. Zugleich werden bereits abends und später morgens magensäurereduzierende Medikamente verabreicht, um eine mögliche Übelkeit nach der Narkose zu vermeiden.

Sobald sich die Patientin für die Operation in einer konkreten Klinik entschieden hat, bekommt sie alle Informationen zur Vorbereitung auf die Operation ausgehändigt, die komplette Dokumentation wird mit ihr ausgefüllt und sie führt erneut ein Gespräch mit dem plastischen Chirurgen. Er geht mit ihr den konkreten Operationsverlauf durch und die Frau unterzeichnet zugleich ein Formblatt, die sog. Patientenaufklärung. Wenn die Patientin keine präoperativen Untersuchungsbefunde mitgebracht hat, wird ihr Blut abgenommen und anschließend wird sie von einem Internisten untersucht. Vor der Operation ist es ratsam, ausreichend zu trinken und schwer verdauliche Speisen zu meiden.

Mindestens acht Stunden vor der Operation sollte die Frau weder rauchen, essen noch trinken. Am Morgen der Operation ist eine gründliche Körperpflege unbedingt notwendig einschließlich Haarwäsche und gründlicher Achselrasur. Am Operationstag sollte die Frau kein Make-up auftragen. Auf der Haut der Brüste darf keine Creme oder Körpermilch aufgebracht sein.

Nach der Klinikaufnahme

Die genaue Uhrzeit, wann die Patientin in die Klinik kommen soll, wird meistens einen Tag vor der Operation nach der Erstellung des Operationsplans festgelegt. Die Krankenschwestern bringen die Frau in ein Zweibettzimmer mit separatem Bad und WC sowie abschließbarem Stauraum. Alle Zimmer verfügen über ein Sat-TV. In der Klinik bekommt die Patientin ihre Patientenkleidung und Patientenschuhe. Im Zimmer hat sie die Möglichkeit, sich umzuziehen und ihre Kleidung unterzubringen. Vor der Operation sollte die Frau das Piercing entfernen. Schmuck in die Klinik mitzunehmen ist nicht erwünscht.

Vor der Operation hat die Frau erneut die Gelegenheit, mit dem Operateur zu sprechen, der sie im Zimmer besucht, um das Operationsgebiet genau auszumessen und einzuzeichnen. Jetzt hat sie wieder die Möglichkeit, ihm alle Fragen, die sie im Zusammenhang mit der Operation interessieren, zu stellen. Anschließend findet ein Gespräch mit dem Narkosearzt statt, der erneut den Narkoseverlauf zusammenfasst, den aktuellen Zustand überprüft, nochmals nach Allergien, der letzten Mahlzeit und Getränk nachfragt. Die Patientin wird gegebenenfalls nach Verträglichkeit der Narkose in der Vergangenheit befragt.

 

Die Ergebnisse der Operation können bei jedem Patient unterschiedlich sein, das hier präsentierte Ergebnis kann nicht garantiert werden.