Ich leide unter Busenschmerzen

Magazin Prekvapeni, 6. Februar 2003

Ich bin 31 Jahre alt. Vor der Geburt meines neunjährigen Sohnes trug ich BH der Grösse C, nun E. Vor der Schwangerschaft schmerzten die Brüste ungefähr eine Woche vor der Menstruation, jetzt immer. Antikonzeption benutze ich nicht. Würde mir eine Operation helfen? Ich bin alleinverdienend und weiss nicht, ob ich Sie mir leisten kann.

Kristýna K. Česká Lípa

Bei Brustschmerzen ist zuerst eine gründliche Untersuchung nötig, mit anschliessender Diagnose. Fangen Sie beim Gynäkologen an, der Sie auf entsprechende Untersuchungen schicken wird (Mammographie, Sonographie…). Ein der schwerwiegenden angeborener Brustfehler ist die sog. Hypertrophie der Brustdrüse. Das bedeutet eine enorme Busenvergrösserung während der Wachstumsphase, oft bis in unnatürliche und untragbare Grössen, gänzlich nicht den anderen Körperproportionen entsprechend. Meistens entwickelt Sie sich schon in der Pubertät, aber oft entsteht Sie auch während des Säugens, bei grossem Gewichtzuwachs oder bei einigen Hormonalstörungen. Manchmal kann man Erbschaftszusammenhänge aufspüren. Brüste bei solch betroffenen Frauen entsprechen nicht der Grösse und dem Gewicht der Patientin. Unter deren Gewicht lassen Sie dann nach und sinken. Übergrösse von Brüsten stellt in den meisten Fällen nicht nur einen kosmetischen Fehler dar, sondern meistens die sekundäre Ursache weiterer Beschwerden, wie z.B. Probleme mit der Wirbelsäule und dem Körperhalt, welche die Patientin durch das Risiko unheilbarer und lebenslanger Folgen und Schmerzen gefährden.

Es können auch wiederholte Entzündungen, Ekzeme und Pilzinfektionen der Haut unter den Brüsten oder auf deren Unterseiten, die sich sehr oft verhitzen, auftreten. Bei ausgeprägten Busengrössen kommt es manchmal auch zu Atemproblemen. Nicht zu vergessen ist die Möglichkeit der Entstehung von psychischen Problemen, die mit niedrigerer gesellschaftlicher Geltung oder mit Partnerschaftsproblemen zusammenhängen. Es ist deshalb sehr wichtig, die Operation so schnell wie möglich durchzuführen, bevor es zu den sekundären Problemen und Fehlern kommt. Das Prinzip der Operation ist in der Verkleinerung der Drüse, ihre Anpassung in die gewünschte Form, samt der Verschiebung der Brustwarze und der Entfernung der überflüssigen Haut. Es ist aber nötig zu betonen, dass es zu grossen Drüsen- und Hautentfernungen kommt. Die Narben sind immer ankerförmig. Nach der Operation hat die Patientin ein bis zwei Tage Bettruhe. Nach der Konsultation, Wiegung und Bestätigung durch den Revisionsarzt an den Kliniken der plastischen Chirurgie in Prag, Brün oder Pilsen, kann dieser Eingriff nach Besprechung auf die Kosten der Krankenkasse durchgeführt werden. Es ist aber nötig, dass erforderliche Bescheinigungen von entsprechenden Ärzten (Orthopäde, Neurologe, Gynäkologe…) vorgelegt werden.

Die Ergebnisse der Operation können bei jedem Patient unterschiedlich sein, das hier präsentierte Ergebnis kann nicht garantiert werden.