Fettabsaugung (Liposuktion)

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Die Fettabsaugung ist eine plastische Operation, bei der das Fett aus dem Körper gesaugt wird. Natürlich wird dies nur an den notwendigen Stellen durchgeführt (Bauch, Oberschenkel, Hintern, usw.)

Eine Fettabsaugung ist nicht  zum Reduzieren von Fett auf größere Partien geeignet, sondern nur dort, wo nur eine relativ dünne Fettschicht ist (vordere Oberschenkel, Rücken, Waden), weil auf der Haut dann unregelmäßige Wölbungen entstehen könnten, die dann nur schwer zu beseitigen sind. Die Qualität, die Kontraktilität und die Elastizität der Haut spielt eine sehr wichtige Rolle. Bei unzureichender Elastizität und Kontraktilität, welche mit dem Alter abnimmt, kann die Haut schlaff werden (Bauch, innere Oberschenkel).

Der erste und wichtigste Schritt vor der endgültigen Entscheidung zum Eingriff ist die persönliche Beratung mit unseren Chirurgen. Es ist sehr wichtig, die Probleme zu besprechen, den Patienten zur Operation zu motivieren und ihm auf seine Fragen Antworten zu geben. Ein guter Gesundheitszustand ist natürlich die wichtigste Voraussetzung für diesen Eingriff. Vor der Operation lässt sich nicht genau voraussagen, wie viel Fett abgesaugt wird, denn es ist nötig, auf genügend Elastizität der Haut achtzugeben. Es lässt sich ebenfalls nicht voraussagen, ob man so viel Fett absaugt, damit eine strenge Symmetrie eingehalten wird.

Weiter muss darauf hingewiesen werden, dass während einer Operation nicht mehr als 1 500 - 2 500 ml abgesaugt werden. Bei einem höheren Ausmaß der Liposuktion ist es notwendig, diesen Eingriff mehrmals mit jeweils 3 - 6 Monaten Pause zu wiederholen. Das Optimale Alter liegt zwischen 18 - 45 Jahren. Bei älteren Personen ist es möglich, die Liposuktion trotzdem durchzuführen, die Menge des abgesaugten Fettes muss jedoch gelindert werden und das Risiko, dass die Haut sich gering verformt oder dass sie gelockert wird, steigt.

Hinweise vor der Liposuktion

  • Nach der Beratung mit dem plastischen Chirurgen erfolgt eine Untersuchung nach der der Operationstermin festgelegt werden kann.
  • Ab 4 Wochen vor der Operation ist es verboten Medikamente zu sich zu nehmen, die  Azetylsalizysäure enthalten (Azylpirin, Anopyrin, Aspirin, Aspro, u.s.w).
  • 2 Wochen vor der Operation sollte keine akute Krankheit (wie z. B.: Virose, Erkältung u.w.) auftreten.
  • 6 Stunden vor der Operation darf nicht gegessen, getrunken oder geraucht werden. Zur Operationszeit sollte der Patient gebadet, mit gewaschenem Haar und ungeschminkt erscheinen.
  • Keine Wertgegenstände mitnehmen (auch nicht Ohrringe).
  • Der Patient bleibt in unserer Klinik bis zur Stabilisierung seines Gesundheitszustandes und wird am darauffolgenden Morgen mit einem frischen Verband entlassen.
  • Wir empfehlen dem Patienten, sich eine Begleitperson zu organisieren, wenn er die Klinik verlässt. Ebenso, wenn er 4 - 5 Tage nach dem Eingriff zur Kontrolle kommt oder uns bei eventuellen Komplikationen in der Klinik aufsucht.

Ablauf der Fettabsaugung und die Nachoperationszeit

Der Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt. Die Operationsschnitte, 4 - 6 mm lang, verlaufen an den am wenigsten sichtbaren Stellen.

Nach der Operation wird sofort ein elastischer Halterüberzieher angelegt, die verlorene Flüssigkeit wird in Form von intravenösen Infusionen nachgefüllt. Mehr oder weniger umfangreiche Blutunterlaufungen, die von Schmerzen und vorübergehender Taubheit an den operierten Stellen begleitet werden, gehören zum normalen postoperativen Verlauf. Dem Patienten sollte es möglich sein, im Falle von Komplikationen (Schmerzen, Fieber, starke Blutung) sofort zu einer Kontrolle bei uns zu erscheinen, bzw. sich telefonisch mit unseren Ärzten zu beraten.

Im ersten Monat nach der Operation ist der Halterüberzieher nur für die notwendigste Hygiene abzunehmen, ferner ist es nötig die Massage (Walzen) der operierten Flächen mehrmals täglich durchzuführen. 4 Wochen nach der Operation sind vorerst die Kontrollen beendet, der Halterüberzieher muss jedoch noch weitere 1 - 2 Monate getragen werden, besonders tagsüber bei Bewegung und Belastung. Nach drei Monaten sollte sich der Patient zur letzten Kontrolle einfinden. Nach dieser Zeit ist es schon möglich zu bewerten, inwieweit die Operation erfolgreich war. Bis die Fäden herausgenommen werden (5 - 8 Tage nach der Operation), empfehlen wir Ruhe (gehen nur in notwendigen Situationen, wie Toilette, Essen usw.). Wenn diese Empfehlung nicht eingehalten wird, kann es zur Schwellung der unteren Gliedmaßen und zu Fieber kommen.

Wenn es zu Schmerzen in den Bereichen kommt die operiert vorden sind, so ist das eine ganz normale Erscheinung, die bei fast jedem Patienten vorkommt. Deswegen sollte sich der Patient keine Sorgen machen, denn dieses Ziehen bessert sich nach einigen Wochen. Sollte das nicht eintreffen, so muss der Patient unsere Klinik aufsuchen.

Diese Angaben basieren auf einem normalen postoperativen Verlauf. Die Rekonvaleszenz ist jedoch  sehr verschieden, und hängt nicht nur von den Heilungsfähigkeiten des einzelnen Organismus ab, sondern ist auch ein Abbild der Gewissenhaftigkeit des Patienten.

Ein positives Ergebnis der Operation und eine beidseitige Zufriedenheit sind sowohl im Interesse des Patienten, als auch des Chirurgen. Eine Grundvoraussetzung ist deshalb das Vertrauen ineinander und in die Zusammenarbeit.