Bruststraffung, Brustkorrektur

Nach der Brustoperation

Unmittelbare postoperative Nachsorge, Schmerzen nach der Bruststraffung, Klinikaufenthalt und Entlassung in die häusliche Pflege, Fäden, Narben- und Hautpflege nach der Bruststraffung.

Unmittelbare postoperative Nachsorge

Unmittelbar nach dem Ende der Operation wird die Frau im Krankenbett in ihr Zimmer gebracht, wo sie noch zwei bis drei Stunden unter Aufsicht des medizinischen Personals überwacht wird. Dieses überwacht die wichtigsten Lebensfunktionen und beobachtet die Ableitung der Blutes aus dem Wundbereich in die Drainage. Ungefähr sechs Stunden nach der Brustoperation wird die Brust während des Verbandwechsels auf Empfindlichkeit, Durchblutung, Blutung kontrolliert. Den weiteren Verbandswechsel führt ein Arzt oder speziell ausgebildetes medizinisches Personal am nächsten Morgen nach der Operation durch. Die Brüste werden für einige Tage mit sterilem Verband, Watte und feinem Baumwoll-BH abgedeckt und mit einer elastischen Bandage fixiert.

Am dritten bzw. vierten postoperativen Tag kann die Patientin duschen, danach wird der operierte Bereich abgetrocknet, desinfiziert und mit einem sterilen Verband und einem BH versorgt. Eine elastische Bandage wird zwei Wochen getragen. Ein Vollbad ist aufgrund eines möglichen Infektionsrisikos erst nach der vollständigen Verheilung der Operationswunde möglich.

Schmerzen nach der Bruststraffung

Die Bruststraffung oder die Formung der Brüste verbunden mit einer Brustverkleinerung bei extrem großen Busen ist einer der schmerzärmsten Operationen in der plastischen Chirurgie. Unmittelbar nach der Operation bekommt die Patientin Schmerzmedikamente verabreicht, die sie jedoch in den nächsten Tagen nicht mehr brauchen wird. Weil die Frau unter minimaler Schmerzbelastung leidet, sollte sie bewusst auf ihre operierte Brust aufpassen. Ein geringes Schmerzempfinden verführt dazu, vorzeitig den alltäglichen Tätigkeiten nachzugehen. Das Schlafen auf dem Rücken und die mit dem Bettaufenthalt zusammenhängenden Rückenschmerzen können für die Frau belastend sein. Auch das ist ein Grund für die frühe Mobilisation der Patientin. Schwellungen und Blutergüsse klingen rasch ab. Die Empfindlichkeit des operierten Bereichs kann einige Wochen nach der Operation bestehen. Der Partner sollte darauf hingewiesen werden, um eine Beeinträchtigung des Sexuallebens zu vermeiden.

Klinikaufenthalt und Entlassung in die häusliche Pflege

Nach der Bruststraffung bleibt die Frau etwa vier Tage unter ärztlicher Aufsicht. Nach der Brustoperation ist es wichtig, Reisen mit dem Auto zu vermeiden, das postoperative Komplikationen hervorrufen und das Operationsergebnis negativ beeinflussen kann.

Nach der Operation verlässt die Patientin sehr früh das Krankenbett und beginnt, sich vorsichtig zu bewegen. Diese frühe Mobilisation ist eine wichtige Prävention gegen die Entstehung thromboembolischer Erkrankungen. Während ihres Aufenthalts steht der Patientin in der Zeit von 9.00 – 17.00 Uhr das medizinische Personal zur Verfügung. Während ihres Aufenthaltes kann sie jederzeit Arzt oder Krankenschwester telefonisch erreichen. Ein Mobiltelefon mit einer Prepaid-Karte wird den Patientinnen kostenlos geliehen. Die Rufnummer des Arztes und des medizinischen Personals ist im Telefon bereits gespeichert.

In die häusliche Pflege sollte die Frau im stabilisierten Gesundheitszustand entlassen oder gefahren werden, im Idealfall in Begleitung einer zweiten Person. Zum Transport in die häusliche Pflege sollen keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzt werden. Die Mithilfe einer zweiten Person im Haushalt sollte für die Frau in den ersten Tagen und Wochen nach der Operation sichergestellt werden. Die Klinik verlässt sie versorgt mit allen notwendigen Medikamenten und Verbandsmaterial. Alle Informationen über die durchgeführte Operation und Nachsorge bekommt sie im Entlassungsbericht und weiteren Unterlagen schriftlich zusammengefasst.

Fäden

Bei der Operation verwendet der Chirurg selbstauflösende Fäden. Diese sind nicht sichtbar und ihre Resorption nimmt die Frau nicht wahr. Zum Vernähen der Wunde wird ein hochwertiges Nahtmaterial der Firma Johnson & Johnson verwendet.

Wann sollten Sie mit Ihrem Arzt unverzüglich Kontakt aufnehmen?

Trotz der sorgfältig durchgeführten Operation können in einigen Fällen Probleme auftreten, die auf ein Anzeichen von Komplikationen hindeuten und die eine sofortige Behandlung erfordern. Diese Symptome sind Fieber, Rötung, erhöhte Schmerzempfindlichkeit der Wunde, vermehrte Sekretion oder Blutung aus der Wunde sowie Veränderungen in Form und Konsistenz der Brust. In dieser Situation muss sich die Frau sofort mit ihrem Arzt in Verbindung setzen, der die Symptome beurteilt und für eine rechtzeitige Behandlung möglicher Komplikationen sorgt.

Narben- und Hautpflege nach der Bruststraffung

Die Narben nach der Operation sind zunächst dunkelrot, wulstig und hart. Doch allmählich beginnen sie zu verblassen und werden weicher. Im Laufe der Zeit sind sie kaum sichtbar. Bis zur kompletten Verheilung müssen die Narben mit speziellen Pflastern versehen werden, die von der Klinik am Entlastungstag bereitgestellt werden. Nachdem die Narben abgeheilt sind, raten wir zu einer täglichen Druckmassage der Narben, damit sie wieder weich und geschmeidig werden. Die Patientin wird in der Klinik genau in die Massagentechnik eingewiesen. Empfehlenswert ist auch die Verwendung von reichhaltigen Gels, Cremes oder Silikonstreifen. Ist die Haut an den Brüsten trocken, sollten feuchtigkeitsspendende Cremes aufgetragen werden.

Die Ergebnisse der Operation können bei jedem Patient unterschiedlich sein, das hier präsentierte Ergebnis kann nicht garantiert werden.