Bruststraffung, Brustkorrektur

Gründe für die Ablehnung einer Bruststraffung ärztlicherseits

In einigen Fällen kann der Arzt die Bruststraffung-OP verweigern. Der Anlass dafür ist meistens eine zu hohe Erwartung der Frau in Bezug auf das Operationsergebnis, die er nicht erfüllen kann, oder der unbefriedigende Gesundheitszustand der Patientin.

Gesundheitszustand

Im Hinblick auf die Beurteilung der Gesundheitsrisiken einer OP, unterscheiden wir absolute und relative Kontraindikationen. Im Falle der relativen Kontraindikationen kann die Operation durchgeführt werden, nachdem wir das gesundheitliche Problem beheben oder zumindest kompensieren. Bei den absoluten Gesundheitsrisiken ist eine Operation ausgeschlossen, Frau und Arzt müssen nach einer alternativen Problemlösung suchen.

Zu den gesundheitlichen Problemen, die zur Ablehnung einer Operation ärztlicherseits führen können, gehören zum Beispiel schwere Herzerkrankungen, Tumorerkrankungen, schwere Diabetes, Nierenerkrankungen u. Ä. Eine Brustoperation ist auch bei Frauen mit rezidivierenden bösartigen Tumorerkrankungen kontraindiziert. Vernarbung der Brust kann nämlich die Tumordiagnostik erschweren.

Die Beurteilung des Gesundheitszustandes der Frau hängt jeweils von dem Arzt ab, der die präoperative Untersuchung durchführt. Wenn allgemeine Infektionskrankheiten, wie Viruserkrankung, Schnupfen, Bronchitis u. Ä. auftreten, muss die Operationen für mehrere Wochen verschoben werden. Die Patientin muss vor der Operation vollkommen gesund sein und sollte auf keinen Fall ihren Gesundheitszustand verbergen. Dies kann zu gesundheitlichen Komplikationen führen, den Heilungsverlauf negativ beeinflussen, und somit auch das Operationsergebnis.

Narbenwucherungen (Keloide)

Manche Menschen neigen zu einer überschüssigen Narbenbildung und Bildung von unschönen wulstförmigen Narben - sog. Keloiden. Bei einer Patientin, die sich einer Operation zum allerersten Mal unterzieht, ist es nicht möglich, solche Narbenbildung vorzusehen, und deshalb kann man ihrer Entstehung nicht vorbeugen. Frauen, die sich in der Vergangenheit bereits einer Operation mit den daraus resultierenden postoperativen Keloidnarbe unterzogen haben, sollten eine Bruststraffung sorgfältig bedenken.

Zu junges Alter

Obwohl manche Mädchen mit ihren Brüsten im frühen Alter unzufrieden sind, von Brustoperationen ist daher dringend abzuraten, bevor ihre Entwicklung nicht vollständig abgeschlossen ist. Das geschieht in der Regel mit 18-20 Jahren. Ausgenommen davon sind lediglich Mädchen mit Brüsten, die erhebliche gesundheitliche Probleme verursachen. Wenn eine Brustoperation vor dem achtzehnten Lebensjahr durchgeführt wird, ist eine schriftliche Einwilligung der gesetzlichen Vertreter erforderlich.

Nicht erfüllbare oder unrealistische Erwartungen

Wenn der Arzt während des persönlichen Beratungsgesprächs feststellt, dass die Frau keine klare Vorstellung vom Operationsergebnis hat, sie nicht entschlossen ist oder ihre Erwartungen von vornherein nicht zu erfüllen sind, sollte er versuchen, im Detail die Möglichkeiten und Grenzen der Operation zu erklären oder den Eingriff abzulehnen. Ein weiterer wichtiger Faktor für die richtige OP-Entscheidung ist die richtige Zeitplanung der Operation. Die Frau sollte darüber aufgeklärt sein, dass Alter und Hautqualität das Ergebnis der Operation beeinflussen können. Auch Gewichtsschwankungen, wenn die Fettzellen oder das Fettgewebe in der Brust abnehmen oder zunehmen, können das Operationsergebnis verändern. Bei manchen Frauen begegnet der plastische Chirurg Vorstellungen, dass die Brüste nach der Operation vollkommen symmetrisch sein werden. Im menschlichen Körper ist jedoch nichts vollkommen symmetrisch, kleine Asymmetrien gehören eben zum menschlichen Körper.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn die Frau eine Schwangerschaft und Stillzeit in Betracht zieht, wird es empfohlen, die Operation auf den Zeitpunkt zu verschieben, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist. Der Grund dafür ist einerseits die Tatsache, dass Schwangerschaft und Stillzeit die Brustform beeinflussen können, und das Operationsergebnis kann somit beeinträchtigt werden. Andererseits ist es zu bedenken, dass die Bruststraffung die Stillfähigkeit benachteiligen kann. Einen wesentlichen Einfluss auf die Möglichkeit zu stillen nach der Brustoperation hat die gewählte und schonende OP-Methode des Operateurs, aber nicht zuletzt auch das Alter der Patientin. Zurzeit gibt es keine Studien darüber, bei wie viel Prozent der Frauen nach der Bruststraffung oder Brustverkleinerung dieses Problem auftritt. Die Frau muss dieses Risiko immer in Betracht ziehen und sorgfältig ihre Entscheidung bedenken. Weil sich heute Frauen ihren Kinderwunsch erst ab dem 30. Lebensjahr erfüllen, bietet sich die Überlegung an, ob es nicht besser wäre, viele Jahre mit unvollkommenen Brüsten zu verbringen oder lieber auf das Stillen zu verzichten, und dadurch viele Probleme vermeiden, die eine übergroße Brust mit sich bringt.

Hautkrankheiten

Wenn bei Frauen im Brustbereich, und vor allem in den Unterbrustfalten, Hautkrankheiten auftreten, wie zum Beispiel Pilzerkrankungen, Ekzeme, Akne u. Ä., müssen diese von einem Hautarzt vorher behandelt werden.

 

Die Ergebnisse der Operation können bei jedem Patient unterschiedlich sein, das hier präsentierte Ergebnis kann nicht garantiert werden.