Bruststraffung, Brustkorrektur

Ästhetische Brustprobleme

Ästhetische Brustprobleme können wir prinzipiell in angeborene und erworbene Defekte unterteilen. Angeborene Fehlbildungen der Brust manifestieren sich meist erst im Laufe der Pubertät, wenn die Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale beginnt und wir Abweichungen von der normalen Entwicklung verzeichnen. Bereits in diesem Alter kann ein junges Mädchen das Problem sehr belastend empfinden und sucht Abhilfe.

Der zweite Problemtyp sind Frauen mit erworbenen Brustdeformitäten, die in die Sprechstunde des plastischen Chirurgen kommen. Diese Defekte treten am häufigsten im Alter zwischen 30. und 50. Lebensjahr ein, nach der Schwangerschaft, Stillzeit beziehungsweise wenn die Frau in die Wechseljahre kommt. Diese Veränderungen umfassen sowohl Veränderungen der Haut (durch den Verlust an Hautelastizität), als auch Veränderungen der Form und des Volumens der Brust.

Absenkung der Brust (Ptosis)

Das häufigste Problem, das Frauen in die Sprechstunde eines plastischen Chirurgen führt, ist ein schlaffer, hängender Busen, der an Volumen und Form verloren hat. Die Hängebrust teilen wir nach Schweregrad in leichte Hängebrust, wenn sich der Brustwarze-Warzenhof-Komplex nur geringfügig unter oder auf die Höhe der Unterbrustfalte verschob, mittelgradige Hängebrust mit einer Senkung des Warzenhofes bis zu drei Zentimetern unterhalb der Unterbrustfalte und starke Hängebrust mit einer Absenkung von mehr als drei Zentimetern. Die Gradeinteilung der Hängebrust ist einer der Schlüsselfaktoren für die Wahl der Operationstechnik der Bruststraffung.

Extrem große Brüste (Gigantomastie)

Das Problem der übergroßen Brust (Gigantomastie) kann bereits bei Mädchen in der Pubertät auftreten und häufig auf eine genetische Veranlagung zurückgeführt werden. Von einer zu großen Brust spricht man im Allgemeinen ab einer BH-Körbchengröße D. Körperliche Gewichtszunahme, Stillen, hormonelle, gynäkologische und Stoffwechselstörungen können in der Regel häufig unverhältnismäßig große Brüste zur Folge haben.

Übergroße Brüste, deren Größe weder dem Gewicht noch den Körperproportionen der Frau entsprechen, stellen nicht nur ein ästhetisches Problem dar. Sie verursachen eine Vielzahl von unangenehmen gesundheitlichen Beschwerden. Zu den häufigsten gehören Rücken- und Kopfschmerzen, Pilzerkrankungen, Ekzeme und Hautentzündungen, insbesondere in den Hautfalten und der Brustfalte. Häufig kommt es auch zu Schwellungen der unteren Extremitäten durch übermäßige Belastung.

Kleine als auch übermäßige Brüste können eine starke psychische Belastung für die betroffenen Frauen darstellen, belasten die Partnerschaft und sind ein Hindernis bei vielen alltäglichen Aktivitäten, Sport, Kleiderauswahl und Ausübung bestimmter Berufe. Nicht zuletzt führt die übergroße Brust zu einer Funktionsstörung der vergrößerten (hypertrophischen) Brustdrüse, die paradoxerweise nur eine kleine Menge der Muttermilch bildet. Aus den oben beschriebenen Gründen wird es empfohlen, das Problem der übergroßen Brust so schnell wie möglich abzuklären.

Brustasymmetrie

Zu einem weiteren Problem kann die Brustasymmetrie führen. Diese kann bereits angeboren sein, aber auch im Laufe des Lebens entstehen, meistens in Zusammenhang mit einer Brusterkrankung bzw. ihrer Behandlung. Es ist jedoch zu bedenken, dass der menschliche Körper nie vollständig symmetrisch ist. So wie die linke und rechte Gesichtshälfte nicht ganz symmetrisch sind, sind auch die Brüste nicht vollkommen identisch. Geringe Asymmetrien können keinesfalls als ein ästhetisches Problem betrachtet werden, größere Unterschiede werden chirurgisch korrigiert. Gewöhnlich wird entweder eine Verkleinerung großer Brüste oder das Einsetzen eines Silikon-Brustimplantats in kleinere Brüste durchgeführt. In den meisten Fällen ist es jedoch erforderlich, unter Berücksichtigung der Lage des Brustwarzenhof-Brustwarze-Komplexes und der Brustptosis, zugleich eine Straffung der Brust durchzuführen, nach derer Größe die andere Brust korrigiert wurde.

 

Die Ergebnisse der Operation können bei jedem Patient unterschiedlich sein, das hier präsentierte Ergebnis kann nicht garantiert werden.